Warten auf Apple

21 07 2010

Jede Birne schielt auf den Apfel.
Will sagen: auch die hartgesottensten PC- und Linux-Nutzerinnen können sich den Gefühls nicht erwehren, dass Macioten verwöhnt und umhegt werden – vom Design, von der Usability, vom Image. Apple-Produkte sind schick, leicht zu bedienen, alles ist sofort da, man muss sich mit der Hardware nicht beschäftigen – man kann sie einfach benutzen. Und so denken wir Außenseiter heimlich wenigstens hin und wieder mal darüber nach, was wir verpassen, ob wir uns nicht wenigstens einen iPod zulegen sollten. Und nicht wenige entscheiden sich dann doch dagegen. Vermutlich aus Angst, dass es sich doch um einen Virus handeln könnte.

Ich gestehe: Heute habe ich mir den Safari runtergeladen. Für Windows, echt jetzt, das geht. Natürlich aus rein beruflichem Interesse.

Was hingegen gar nicht geht, ist die Tatsache, dass ich drei Anläufe brauchte, weil die Seite bei apple.com geschlagene 3 Minuten geladen wurde, bevor ich überhaupt irgendwas auf der Seite sehen konnte. Wie schnell genau meine Internetverbindung aktuell ist, mag ich jetzt gar nicht nachschauen (Apple-Nutzer haben dafür vermutlich eine schicke App vorinstalliert, die sofort zur Hand wäre) – der gewohnte gefühlte Seitenaufbau auf anderen Domains dürfte unter 2 Sekunden liegen.

Warum erzähle ich das?
Als ich die Seite schließen wollte, hatte ich eine Erkenntnis: Jetzt hatte ich doch so lange warten müssen, bis ich hier irgendwas sehen konnte – sollte ich nicht die Gelegenheit nutzen und mir alles nochmal durchlesen, nur für den Fall?
Auch eine Art von Userbindung.


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